Ein Arbeitsfeld der Ehrenamtlichen im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst ist die Organisation eines Familientages
©Foto: Sabine Daser/Deutsche Kinderhospiz Dienste e.V.

Deutsche Kinderhospiz Dienste suchen dringend Familienbegleiter

Regensburg, 06. Oktober 2025: In Regensburg startet am 27. Oktober 2025 ein neuer Befähigungskurs für Ehrenamtliche in der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit. Die Deutschen Kinderhospiz Dienste suchen dafür noch engagierte Interessierte, die Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern regelmäßig unterstützen möchten. Eine unverbindliche Infoveranstaltung dazu findet am Donnerstag, 9. Oktober, von 16 bis 17:30 Uhr am St. Katharinenplatz 4 in Regensburg statt. Rückfragen und Anmeldung bitte unter kontakt@ambulanter-kinderhospizdienst-regensburg.de. 

„Die Anfragen von Familien, die dringend Unterstützung benötigen, häufen sich. Umso wichtiger ist es, dass wir so schnell wie möglich neue Ehrenamtliche qualifizieren“, erklärt Sabine Daser, Koordinatorin bei den Deutschen Kinderhospiz Diensten in Regensburg. „Unsere Familienbegleiter schenken den Kindern und Geschwistern wertvolle Zeit und entlasten gleichzeitig die Eltern.“

Der sechsmonatige Befähigungskurs, der am 27. Oktober 2025 startet und bis März 2026 läuft, umfasst 23 Module, die jeweils montags vormittags stattfinden. In theoretischen und praktischen Einheiten lernen die Teilnehmenden unter anderem den Umgang mit Trauer, Gesprächsführung und Kommunikation, verschiedene Krankheitsbilder, Aspekte von Diversität, rechtliche Grundlagen sowie Rituale und Spiritualität kennen. Auch die besondere Arbeit mit Geschwistern wird thematisiert. Für die Begleitung selbst sollten die zukünftigen Ehrenamtlichen etwa zwei bis drei Stunden Zeit pro Woche einplanen; dazu kommen regelmäßige Arbeitstreffen, Fortbildungen und Supervisionen.

Allein in Regensburg, Niederbayern und der Oberpfalz leben derzeit mehr als 400 Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden Erkrankung. Neben der direkten Begleitung gehören auch die Organisation von Familientagen oder die Mitarbeit in Geschwistergruppen zu den Aufgabenfeldern der Ehrenamtlichen.

Ein Beispiel für das Engagement ist der Familientag im Pfarrheim St. Josef in Regensburg-Reinhausen, den das Ehrenamtsteam kürzlich organisierte. Pfarrer Josef Eichinger hatte dafür kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt: „Die Kinder und Eltern haben sich hier sehr wohlgefühlt. Die Räume sind barrierefrei, gemütlich und bestens geeignet“, so Sabine Daser. Die Familien erlebten einen abwechslungsreichen Tag mit Basteln, Vorlesen, Entspannungsangeboten und den Assistenzhunden Moro und Emma, während die Eltern bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kamen.