Erweitertes kinderhospizliches Angebot in Regensburg: Begleitung für Familien mit einem schwerkranken Elternteil
Wenn ein Elternteil schwer oder sogar tödlich erkrankt, hat das Auswirkungen auf das gesamte Familiensystem. Um betroffene Familien in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, werden ab März 2025 bei den Deutschen Kinderhospiz Diensten in Regensburg Ehrenamtliche auch für diesen speziellen Bereich geschult. Gut ausgebildet sollen sie sich zukünftig um betroffene Familien kümmern und gerade den Kindern in dieser besonderen Zeit zur Seite stehen. Der Infoabend für die neuen Kurse findet am 3. Februar 2025 ab 17 Uhr statt. Start der zwei parallellaufenden Ehrenamtskurse ist am 10. März 2025 vormittags von 9 bis 12 Uhr und abends von 17 bis 20 Uhr. Sabine und Eugen Daser, Koordinatoren beim Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Regensburg, freuen sich auf weitere Interessierte und bitten um telefonische Anmeldung unter 0941-46392370 oder per Email unter kontakt@ambulanter-kinderhospizdienst-regensburg.de.
Wenn ein Elternteil schwerwiegend erkrankt, hat das Auswirkungen auf das gesamte Familiensystem. Von einem Tag auf den anderen steht in der Familie die Krankheit im Mittelpunkt: Oftmals stehen weitere Untersuchungstermine an, Krankenhausaufenthalte werden notwendig oder ambulante Behandlungen müssen wahrgenommen werden. Dies stellt die gesamte Familie vor große Herausforderungen und der eingespielte Tagesablauf kann nicht mehr wie gewohnt aufrechterhalten werden. Kinder sind Mitbetroffene.
Hier setzt das neue, erweiterte Angebot der Deutschen Kinderhospiz Dienste in Regensburg an: Betroffene Familien werden in dieser schwierigen Lebenssituation nicht allein gelassen. Gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten und unterstützen die Familien nach deren Wünschen. Konkret heißt das: Ehrenamtliche kommen einmal die Woche in die Familie nach Hause und schenken den Kindern Zeit und Aufmerksamkeit, stehen als Gesprächspartner ebenso zur Verfügung wie als Spielpartner, Mentor und Begleiter bei gemeinsamen Unternehmungen und Ausflügen. So erleben die Kinder, dass sie, neben der verständlichen Sorge und der gebotenen Rücksichtnahme auf das erkrankte Elternteil, auch Zeiten von Ablenkung, Spaß und Freude haben können und dürfen.
Darüber hinaus steht der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Regensburg den Familien und besonders deren Kindern vor allem in der Zeit des Abschiednehmens und auch nach dem möglicherweise eingetretenen Tod der Mutter oder des Vaters zur Seite und begleitet diese auf dem weiteren Weg, solange dies gewünscht ist.
Ausbildung zum Kinderhospizbegleiter
Ehrenamtliche, die sich als Familienbegleiter engagieren möchten, benötigen keine besonderen Vorkenntnisse. Die Ausbildung dauert bis Juli und findet einmal in der Woche statt. In dem Kurs werden in theoretischen Einheiten und praktischen Übungen Themen wie beispielsweise der Umgang mit Trauer, Gesprächsführung, Kommunikation, Krankheitsbilder, Rechtliche Aspekte, Rituale und Spiritualität sowie Geschwisterarbeit thematisiert und erarbeitet. Für die Begleitung selbst sollten zwei bis drei Stunden pro Woche eingeplant werden. Dazu kommen regelmäßige Arbeitstreffen, Fortbildungen und Supervisionen.


