Spende des Schönator-Charity-Laufs hilft Kinderhospizarbeit
Regensburg, 11. November 2024: Ein über die Grenzen der Gemeinde Wenzenbach hinaus beliebtes Event ist der jährlich stattfindende Schönator-Charity-Lauf: Ziel des von einem Team um Stefan Minkwitz, Vorstand DiscGolf Ostbayern e. V., organisierten Sportevents ist die Sammlung von Spenden für einen guten Zweck in der Oberpfalz. Und dieses Jahr kam eine große Summe von 6.290 Euro zusammen, die nun an die beiden Koordinator:innen des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes in Regensburg, Sabine und Eugen Daser, übergeben wurde. Der Verein möchte damit die Arbeit der Deutschen Kinderhospiz Dienste am Standort Regensburg umfänglich unterstützen. Denn aktuell leben rund 100.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland mit einer lebensbedrohlichen und lebensverkürzenden Erkrankung, davon schätzungsweise allein rund 380 in Regensburg und Umgebung. Den größten Teil ihrer Versorgung schultern ihre Familien. Hier setzt die Kinderhospizarbeit der Deutschen Kinderhospiz Dienste an: mittels ausgebildeter Ehrenamtlicher, die sie ambulant in ihrem vertrauten Umfeld begleiten, wird den Familien geholfen, auch weiterhin Lebensqualität und soziale Teilhabe zu erfahren.
Die Deutschen Kinderhospiz Dienste unterstützen Familien, die ein lebensbedrohlich erkranktes Kind pflegen und in ihrem schwierigen Alltag dringend Hilfe benötigen. „Wir danken dem Team um Stefan Minkwitz sehr herzlich für diese großzügige Spende. Wir werden damit die kinderhospizlichen Angebote am Standort Regensburg kontinuierlich weiter entwickeln“, erläutert Sabine Daser, Koordinatorin der Deutschen Kinderhospiz Dienste e.V. in Regensburg.
Ambulante kinderhospizliche Angebote müssen ausgebaut und bekannter werden
„Viele Familien kennen ihre Rechte nicht und nehmen die Hilfsansprüche mangels Informationen nicht wahr“, erläutert Daser. „Sie sind trotz gesicherten Anspruchs mit der Bürokratie zusätzlich zur Care-Arbeit zuhause sehr gefordert. Über die Kranken- und Pflegekassen finanzierte Leistungen werden häufig abgelehnt, sodass die Familien Widerspruch einlegen müssen. Das zehrt an den Kräften und kostet zusätzliche Energien, die die Familien dringend für ihre Kinder bräuchten.“
Das gesellschaftliche Bild, das von Hospizarbeit vermittelt wird, ist stark auf die letzte Lebensphase mit Sterben und Tod bezogen. Kinderhospizarbeit wird jedoch vorwiegend zur Entlastung und Unterstützung genutzt, denn je nach Erkrankung kann es von der Diagnose bis zum Versterben sehr lange, manchmal Jahre, dauern. „Wir merken, dass es bei den Familien einen großen Aufklärungsbedarf gibt und oft eine Hemmschwelle, die kostenfreien Angebote zu nutzen“, beschreiben Sabine und Eugen Daser ihre Erfahrungen in der ambulanten Arbeit.

v.l.n.r: Sebastian Koch, Bürgermeister von Wenzenbach, Eugen und Sabine Daser, Stefan Minkwitz, Vorstand DiscGolf Ostbayern e. V., Stefan Job, Physiotherapeut, Max Funfack, aktiver Teilnehmer des Laufs, Andreas Schärtl und Holger Riß, Vita und Werte GbR, Amberg (Sponsoren).


